Laufen für SgH - in Langförden oder anderswo

Ersatz-Event startet an diesem Wochenende

Jeder läuft für sich, und wer will, meldet danach seine Zeit. Neben den 11,2 km können auch andere Distanzen gelaufen werden.

Langförden (SgH). Getrennt lau­fen, gemeinsam Gutes tun: Die­ses Prinzip hat sich in diesem besonderen „Sportler-gegen-Hun­ger"-Winter 2020/21 mittlerwei­le etabliert bei den Veranstal­tern im Kreis Vechta. Auch die Organisatoren des traditionellen Langfördener SgH-Laufs lassen sich von Corona nicht ausbrem­sen. Als Ersatz für ihr Event, das ohne die Pandemie am kom­menden Samstag zum 22. Mal in gewohnter Form am Bomhof gestartet wäre, bitten sie an die­sem Wochenende zu einer vir­tuellen Variante ihres Laufs.

Das Konzept ist ebenso sim­pel wie coronakonform: Jeder läuft für sich und unterstützt an­schließend die OV/KSB-Aktion mit einer Spende auf ein Konto der Organisatoren, die die Gesamtsumme dann an SgH wei­terleiten. In einem Punkt un­terscheidet sich die Langförde­ner Aktion von vergleichbaren Events in diesem Winter: Alle Teilnehmer sind aufgefordert, die gleiche Distanz zurückzule­gen, nämlich 11,2 Kilometer -die mittlere von üblicherweise drei Strecken, die in Langförden gelaufen werden können. Alle Finisher können anschließend ihre Zeiten bei den Veranstal­tern melden, die dann eine Er­gebnisliste erstellen.

Wo die Aktiven diese 11,2 km laufen, bleibt ihnen selbst über­lassen. Sie können dafür die tra­ditionelle, GPS-vermessene Runde mit Start und Ziel am Bomhof nutzen. Sie können die 11,2 km aber auch auf einer be­liebigen anderen Strecke zu­rücklegen. „Dabei muss nicht ei­ne GPS-Messung durchgeführt werden. So genau nehmen wir das auch nicht", betont Rainer Rohnstock aus dem Organisati­onsteam: „Es reicht auch ein Fahrrad-Tacho. Also, die Strecke vorher abfahren und dann lau­fen, ein doppelter Bewegungs­Effekt. Oder eine Fahrrad-Be­gleitung organisieren. Partner, Partnerin, Oma oder Opa, Tochter oder Sohn, Enkelin oder En­kel fahren bestimmt gerne mit und drücken bei 11,2 km auf den Knopf, solange sie nicht selbst laufen müssen", so Rainer Rohnstocks Vorschlag.

Auch sonst setzen die Veran­stalter auf Flexibilität. „Die Ak­tion ist eigentlich auf den 9./10. Januar terminiert, aber es kann natürlich auch schon vorher ge­laufen werden", sagt Rainer Rohnstock. Und auch Läufer, denen die 11,2 km zu lang oder zu kurz sind, sind herzlich ein­geladen, mitzumachen. „Ausdrücklich sind auch alle anderen Läuferinnen, Läufer, Walkerin­nen und Walker sowie Nicht-Aktive aufgefordert, sich an der Aktion zu beteiligen und etwas für die gute Sache zu tun", betont Rainer Rohnstock.

Das Startgeld haben die Langfördener auf „(mindestens) 10 Euro" festgesetzt. Wer mehr geben möchte, kann dies natürlich gerne tun. „Da im letzten Jahr mangels Start-Möglichkeiten kaum Startgelder gezahlt werden mussten, hoffen die Organisatoren auf großzügige Erhöhungen des Beitrages", heißt es aus Langförden. Wer die traditionelle Runde nutzen will und den Streckenverlauf nicht mehr so genau kennt, kann sich auf der Homepage svbw-langfoerden.de den GPS-Track herunterladen, den IT-Experte Ralph Siemer dort installiert hat. Den Start- und Zielpunkt haben die Organisatoren auch vor Ort markiert. Ansonsten gibt es keine Markierungen an der Strecke. Eines ist übrigens trotz Corona wie immer: Der Obsthof Bothe spendiert auch in diesem Jahr für die Sieger eine Kiste Obst.

Kontonummer: DE25 2806 4179 0208 6140 03

Quelle: Oldenburgische Volkszeitung vom 05.01.2021