Neugründung

Auf der Versammlung in der Gastwirtschaft Hermann Borgerding wählten die sportbegeisterten Langfördener den Lehrer Heinrich Meyer zum Vereinsleiter, den Gemeindekämmerer Richard Macke zum Schriftwart und den Kaufmann Heinrich Tebbert zum Kassenwart. Am 05.10.1946 reichte der Verein beim Kreisjugendamt und bei der Militärregierung in Vechta einen Antrag auf Zulassung ein und erhielt kurz darauf die Spielerlaubnis. Der Fußballverein, der sich SV Langförden, aber bald nach der Spielkleidung "Sportverein Blau-Weiß Langförden" nannte, schloss sich dem Sportverband Vechta an und nahm noch im gleichen Jahr, vorerst mit einer Mannschaft, an den Punktspielen teil. Sie spielte in der Kreisklasse, Staffel Nord, gegen Mannschaften aus Bakum, Lüsche, Lohne, Lutten und Visbek. Im Eröffnungsspiel standen sich die alten Rivalen, die Altherrenmannschaften Vechta und Langförden, im alten Dreß sowie Lutten 1 und Langförden 1 gegenüber:


In diesen schweren Nachkriegsjahren, wo viel Not und Elend herrschte, der Hunger die Menschen aufs Land trieb, war es nicht leicht, einen Fußballverein neu aufzubauen. Es fehlte an Allem. Das Geld hatte seine Kaufkraft verloren. Mit Geld waren nur die auf Bezugsscheinen und Lebensmittelkarten aufgeführten Waren und Grundnahrungsmittel erhältlich. Beschränkt waren einzelne Sportartikel, wie Bälle und Schuhe die aus Beständen der Besatzungsmacht stammten, vom Kreisjugendamt, später vom Kreissportbund, zu kaufen. Der größte Teil der Sportausrüstung war nur über den "schwarzen Markt" durch Eintausch von Speck, Kartoffeln, Brot und Eier erhältlich.

In den ersten Jahren nach dem Kriege gehörten dem Vorstand an:

           Alfons Knoppik
           Ewald Mählmann
           Richard Macke
           Alfred Beyer
           Friedrich Nordmann
           Heribert Bojert

Die 1. Mannschaft wurde trainiert und betreut von Hans Dromowicz und Georg Stebel. In den Spielausschuß wurden u.a. gewählt: Otto Punte, Josef Diekmann, Heinrich Küppers, Büssing und Staggenborg.