Der Sportplatz

Bei der Wiederaufnahme des Sportbetriebes im Jahre 1946 pachtete der SV Blau - Weiß Langförden von dem Bauern Reinke-Dieker aus Langförden den Fußballplatz am Gut Bomhof, den die DJK in den dreißiger Jahren erstellt hatte, und baute ihn weiter aus. Abend für Abend sah man Mitglieder des Vereins beim Roden von Stubben, Planieren und Ausbessern der Zuwegung. Im Jahre 1952 wurde eine Baracke erstellt, sie diente als Umkleideraum und war für die damalige Zeit vorbildlich.

Doch die Lage des Platzes schien einige Nachteile aufzuweisen. Man war der Ansicht, daß der Sportplatz am Bomhof "zwar herrlich gelegen, aber weit vom Ort entfernt und für die Schule Langförden wertlos sei“. Außerdem sei die Zuwegung schlecht. Ein Sportplatz am Ortsrande würde mehr Zuschauer anlocken.
Als im Jahre 1963 die erste Mannschaft in die Bezirksklasse und zwei Jahre später in die Bezirksliga aufstieg, wurde von der Sportbehörde, vom Bezirk Oldenburg im NFV, hauptsächlich bemängelt, daß das Spielfeld zu klein sei und Umkleideräume, Toiletten, Wasch- und Duschräume am Sportplatz nicht vorhanden seien. Die Sportbehörde drohte mit Sperrung des Platzes für die Punktspiele, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt würden.

Da eine Erweiterung des Spielfeldes nicht möglich schien, stellte der Sportverein einen Antrag an die Gemeinde mit der Bitte um Zuweisung eines geeigneten Placken am Ortsrande.

Am 9. Mai 1964 erwarb die Gemeinde Langförden vom Bauern Thölking einen Flecken hinter der Volksschule, errichtete für die Schule eine neue Sportstätte und stellte sie dem SV Blau-Weiß zur Mitbenutzung zur Verfügung. Die Einweihung fand am 25. Juni 1967 statt.

Diese Vereinbarung mit der Gemeinde Langförden konnte nicht die endgültige Lösung sein. Schon bald stellte man beim neu angelegten Platz schwerwiegende Mängel fest: Im Winter stand bei regnerischem Wetter das Spielfeld unter Wasser, der aufgefahrene Boden war wasserundurchlässig und viele Punktspiele mußten auf einem Ausweichplatz in Calveslage ausgetragen werden. Da der Schaden durch Dränage nicht behoben werden konnte, entschloß sich der Sportverein, den alten Sportplatz beim Gut Bomhof weiter auszubauen.

Um das Spielfeld auf die vorgeschriebene Größe von 70 x 105 m erweitern zu können, mußte eine Baumreihe auf dem Wall gefällt, der Wall beseitigt, der Sportplatz dräniert und mit 2 Meter hohem Maschendraht eingezäunt werden. Dazu gewährten die Gemeinde Langförden, der Kreis Vechta und der Sportverband einen Zuschuß von 26.000,- DM.

Die Einweihung des Platzes fand am 22. Juni 1969 statt. Die erste Mannschaft von Blau-Weiß Langförden spielte an diesem Tage gegen Tura Oldenburg. Zielstrebig und planmäßig fand der weitere Ausbau der neuen Sportstätte statt.